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Die ROXY Bootstour vom Winde verweht – der Reisebericht
Montagmorgen 6 Uhr –
Kaimauer Warnemünde! Den Matrosen der Roxy Bootstour sieht man eine unruhige Nacht an, begleitet von dem Gedanken in wenigen Stunden in See zu stechen. Beim Skippersmeeting mit Willkommensfrühstück stellt sich die Mannschaft einander vor und Segeltrainerin Berit übernimmt das Wort mit der Einführung in die unzähligen Taue des Schulschiffs.
Sind Groß- und Klüversegel gesetzt, liegt das Hauptaugenmerk auf den Rahsegeln, welche vom vordersten Mast waagerecht abstehen. Bei jeder Kursänderung werden diese mit dem Kommando: ‚Brassen!‘ mit mindestens 8 Strippenziehern nach links oder rechts geschwenkt und beschleunigen die Loth auf bis zu 10 Knoten Geschwindigkeit. Eine ausgezeichnete Möglichkeit Berits unendliche Geduld herauszufordern besteht darin, die Rahsegel ungleichmäßig zu drehen und frühzeitig zu belegen. Kaum einer bleibt an diesem sonnigen Tag unter Deck, immer die Reling in greifbarer Nähe, genießen alle das Meer unter freiem Himmel.
Nach einer wackeligen aber schnellen Überfahrt von Warnemünde nach Fehmarn legen wir kurzen Zwischenstopp vor Puttgarden ein, um weitere kleine Corekites an Deck zu verstauen, denn die Windvorhersage für die kommenden 5 Tage ist vielversprechend. Endlich kommt das Kommando von Kapitän Jaap: ‚An die Pumpen!‘. Er sieht es als eine gute Möglichkeit, die Seetauglichkeit der frischen Crew zu testen und lässt 3 Kites am Strand vom Grünen Brink aufbauen, welche der Loth bis zum Zielhafen in Dänemark folgen sollen. Sicher begleitet vom Beiboot wechseln wir uns ab genießen das Erlebnis des unendlichen Spielplatzes- das offene Meer!
Auf den Seekarten entdeckten wir vor einiger Zeit Naskov an der Westküste der dänischen Insel Lolland –ein sicherer Hafen mit einem riesigen vorgelagerten Stehrevier. Die äußerst schmale Hafeneinfahrt, welche sich mehrere Seemeilen durch das Stehrevier schlängelt stellt sich dagegen als alles andere als sicher heraus. Mit einer Breite von unter 10 Metern hätte jede Unachtsamkeit zum auf Grund laufen des 3,20 tiefen Schiffes geführt.
Tag 2..
..startet mit einem deftigen Frühstück und der Einsteigerschulung. Mit Schlauchbooten schwärmen wir in das endlose Stehrevier aus und riggen unsere Wassersportspielzeuge auf. Das Revier bietet genau das was es auf den Seekarten versprach: endlose Weiten flaches Wasser, ideal für Anfänger und Freestyler. Nach dem ganzen Geschaukel des Vortages eine willkommene Abwechslung!
Glücklich und zufrieden trifft abends die gesamte Mannschaft wieder im Salon zusammen, um das bootsgemachte Schaschlik, angereichert mit feinstem Seemannsgarn von Steuermann Manfred zu genießen. Mit neuer Energie bereiteten wir die Loth auf den des Nachts eintreffenden Sturm vor. Surfboards und frei herumliegende Gegenstände werden an Deck fest vertäut und natürlich muss nochmal gebrasst werden.
Vom Winde verweht!
Am dritten Tag werden wir von quietschenden Autoreifen geweckt, welche auf Kojenhöhe die Pfänder zur Kaimauer ersetzen. Bei mehr als 30 Knoten und strömendem Regen brechen alle Wellenhungrigen auf, um die fünf Seemeilen entfernte Sandbank nach Wellen auszukundschaften. Per Beiboot und Großraumtaxi geht es gegen den Wind in das verschlafene Fischerdorf Langö.
Von hier ist es nur noch ein kurzer Upwinder zum offenen Meer. Die angrenzende Lagune Sondermor bietet ebenfalls feinstes Flachwasser. Bei mittlerweile strahlendem Sonnenschein laufen wir mit unseren Boards und Kites gespannt über die Düne. Der Blick auf das offene Meer ist schön, aber ernüchternd, die Sandbank läuft seicht an und verhindert somit die Entstehung von kräftigen Wellen. Beim anschließenden Downwinder zurück zum Schiff lassen wir die Boardkanten nochmal richtig glühen und mit viel Höhenluft kommen wir wieder an der Loth an.
Donnerstag 5.30
Das ganze Schiff befindet sich im Dornröschenschlaf. Außer Kapitän Jaap, Steuermann Manfred und Sicherheitsoffizier Tobi die über eine mögliche Ausfahrt aus dem sicheren Hafenbecken beraten. Der Wind hat wiedererwartend zugelegt und drückt die ü100 Jährige in die Hafenmauer. Das Ziel ist die Sandbank vor Gedser, ein Traumspot mitten in der Ostsee und gute Ausgangsposition für den letzten Schlag zurück nach Warnemünde. Die Drei entschließen sich für das Ablegemanöver und wecken die restliche Crew mit dem lang ersehnten Kommando: ‚Brassen!‘
Vorbei an Rödby und einem riesigen Windpark gehen Mittags die Schlauchboote zu Wasser. Um die Wasserzeit zu verlängern erobern wir den langgezogenen Sandstreifen vor Gedser vom Meer aus, während die Loth gemütlich um die Untiefe zu ihrem Ankerplatz innerhalb der Sandbank weiterfährt. Alle mobilisieren ihre letzten Kräfte und geben nochmal alles. Viele Einsteiger fahren ihre ersten Meter, einige Aufsteiger halten nach letzten Tipps von Roxyteamfahrerin Sünne die Höhe und die Wellenfreaks rippen die sauberen Wellen welche an der Südküste der Sandbank brechen.
Auch dieser Tag endet mit einem typisch dänischem Kapitänsdinner: Hot Dog @ Open Sea.
Der letzte Tag
Als hätte Jaap uns den Wunsch von den Lippen ablesen können, steuert er am Freitagmorgen nochmals die Sandbank an. Bei langsam abflauendem Wind kommen die 12er Kites doch nochmal zum Einsatz. Auch Berit ist mit ihrer neuen Prallschutzweste heute hochmotiviert und legt lange Rides durch die Lagune hin. Glücklich und völlig erschöpft ziehen wir gegen Mittag mit allerletzter Kraft die 600qm Segelfläche in den blauen Ostseehimmel, um uns vom Nordwestwind nach Hause bringen zu lassen!
Danke an die fantastische Crew und alle Sponsoren!
Der Surfbus in Saal macht bis Freitag Pause…
Die ROXY Bootstour ist seit Montag in dänischen Gewässern unterwegs- und deshalb bleibt der Surfbus in Saal diese Woche ausnahmsweise zu.
Aber keine Sorge, ab Samstag dem 17.09. um 10.00 sind wir inklusive Verleihmaterial in alter Frische wieder für euch da!
Die Loth Lorien zurück im Warnemünder Hafen
Nach 5 unglaublich spannenden, spektakulären Tagen auf dem Wasser haben wir seit Freitag wieder festen Boden unter den Füßen. Pünktlich zum ersten Zwischenstop an der Sandbank vor Gedser gab’s Traumbedingungen, konstanten Wind und dementsprechend glückliche Mitfahrer, egal ob Wind- oder Kitesurfer. Dann war weitersegeln inklusive abendlichem Downwinder zur anderen Seite des riesigen Stehreviers angesagt. Anderer Spot, noch mehr Wind, Sonnenschein und eine Menge Action. Ein bisschen Feierei gehört eben auch dazu, und warum die Party nicht in den Whirlpool an Deck verlagern! Mit dem letzten Übernachtungsstop im Hafen von Rødby westlich der Sandbank sicherten wir uns die optimale Pole Position für den heimbringenden Südwestwind. Bei der Rückfahrt nach Rostock unter vollen Segeln mit abenteuerlichen 10 Knoten und Schräglage vom feinsten musste noch einmal ordentlich mit angepackt werden.
Hier ein paar erste Eindrücke in Bildern…
Grüße aus Dänemark…
…von der Supremesurf Bootstour! Mit reichlich Wasser unterm Kiel sind wir am Montag zur Bootstour gestartet und am traumhaften Sandbankspot vor Gedser gestrandet. Optimalbedingungen? Hatten wir! Nach einem entspannten sonnigen Start haben wir heute satte 30 Knoten gerockt! Kurz gesagt- schöner geht’s nicht. Wir segeln, surfen, chillen und feiern noch ein bisschen und halten euch auf dem Laufenden. Ahoi!
Die Multitalente von Just Freerun, die mit uns auf der Supremesurf Bootstour waren haben ihr eigenes kleines Video auf Youtube veröffentlicht. Auf ihrer Seite www.just-freerun.de gibt’s noch jede Menge Videos und Bilder vom Freerunning, Breakdance oder BMX Flatland… check it out!
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=AjcUK5fXNk8&feature=player_profilepage[/youtube]
Was nützt es, Flaggen zu besitzen und kein Schiff dazu! Flaggen haben wir mittlerweile echt genug und genau deswegen sind vor knapp einer Woche zur Supremesurf Bootstour Rebootet aufgebrochen. Wir charterten die Loth Lorien, eine moderne 3 Mast Barkentine von 48 Metern Länge, und ab ging’s. Ein Mal Nord Ostsee Kanal, Sylt und zurück. Nach Tagen des Wankens, 15° Schräglage, Bolo Stanze für Alle, Colgate World Cup Sylt, “Cliff Diving”, Wakeboarden auf der offenen See, Hot Tub Orgien und … den Rest könnt ihr euch denken, haben wir nun endlich wieder festen Boden unten den Füßen. Wer nicht dabei war checkt die Schräglage auf den Bilder bei Flickr. Ein Mal HIER klicken bitte. Ein Video folgt natürlich in den nächsten Tagen wenn der Videodude wieder gerade aus gehen kann. Also checkt den Blog und folgt uns bei Twitter. Dann verpasst ihr sicher nichts.
In diesem Jahr wird es wieder einen Segeltörn von der Supremesurf Crew mit 34 Windsurfen, Kitern und Wellenreitern auf dem 50 Meter langen Dreimast-Gaffel-Schoner Loth Loriën geben. Der Clew daran: die Tour geht von Kiel zum Colgate Windsurf World Cup auf Sylt durch den Nord-Ostseekanal. Klar, dass auf der Nordsee gleich ein paar Top Spots angelaufen werden, wo sich die hungrige Meute austoben kann. Auch von Sylt aus werden Touren wie z. B. Downwinder starten. Direkt vom Schiff aus Windsurfen, Kiten und Wellenreiten – das ist wie ein wahr gewordener Traum.
Die Loth Loriën wird mit dem neuesten Windsurf- und Kitematerial beladen sein. Je nach Witterung ankert das Schiff im Hafen von Hörnum auf Sylt oder direkt vorm Eventgelände am Brandenburger Strand. Ihr werdet also einen exklusiven Blick auf die Action der Profis bekommen und nachts mit ihnen die wildesten Partys in den angesagten Clubs der Insel feiern. Durch Begleitfahrzeuge ist die Crew auch an Land mobil.
Doch damit nicht genug. Seit neuestem gibt es einen Ausleger am Schiff durch den man perfekt Wakeboarden kann. Die Zeit auf dem Nord-Ostseekanal wird also nicht ungenutzt bleiben. Ein DJ und eine Bar ist natürlich an Bord.
Also Matrosen, seid dabei und macht die Leinen los! Wer mitfahren möchte, sollte sich umgehend melden.
Kurzfristig sind noch Plätze wenige Plätze frei geworden – Also Matrosen, seid dabei und macht die Leinen los! Wer mitfahren möchte, sollte sich umgehend per Mail melden.
Leinen los heißt es am Freitag, 25.09.09, 18 Uhr in Kiel Holtenau.
Am Mittwoch den 30.09.09 um 16 Uhr legt die Loth nach Wilhelmshafen wieder ab.